Peter Lange

Name: Peter Lange

Geboren: 1953

Kampfkunst seit: 1967

Im JJSD seit: 1977

Tätigkeiten im JJSD: 1. Vorsitzender, Qualitätsmanagementbeauftragter, Teamleiter Allkampf – und Shaolin Kempo Gruppe

Graduierungen

Grandmaster 10. Dan
in Budo, Wushu, Allkampf, Kickboxen

Werdegang

Als ich 1967 mit dem Kampfsport begann, empfand ich das als recht exotisches Hobby. So richtig „Feuer“ gefangen hatte ich dann, als ich im März 1968 meine Gelbgurtprüfung im Judo ablegte. In den nächsten Jahren folgten weitere Prüfungen, neben meiner Tätigkeit, zuerst als Co–Trainer und dann als Haupttrainer, in der Judo-Kindergruppe.

1977 wechselte ich in das JJSD wo ich meinen heutigen Lehrer und Meister Reiner Cerajewski kennen lernte. Hier standen plötzlich Stilrichtungen aus den unterschiedlichsten Himmelsrichtungen auf dem Plan, die ich teilweise nur vom Hörensagen kannte.

Ich konzentrierte mich zuerst auf das Shaolin Kempo. Das war zum Judo nicht nur ein krasser Unterschied, sondern auch der Trainingsumfang erhöhte sich deutlich. Im November 1979 bestand ich dann meinen 1. Dan im Shaolin Kempo, auf den ich mächtig stolz war. Reiner Cerajewski übertrug mir die Verantwortung als Trainer der Shaolin Kempo Gruppe. Seitdem bin ich neben meiner Trainertätigkeit, im geschäftsführenden Vorstand tätig.

Parallel dazu bereitete ich mich auf meine nächste Dan Prüfung im Shaolin Kempo und Jiu Jitsu vor. Das ging über Jahre so, dass ich gleichzeitig für zwei verschiedene Systeme trainierte. Ich lernte hier so große Kampfsportler wie Josef Ebertshuber und Hans Gerd Niederstein kennen. Werner Skladnikiewicz unterstützte mich bei den Vorbereitungen im Judo und nahm als Prüfer die Dan Prüfungen ab.

Meine Freizeit bestand nur noch aus sportlichen Aktivitäten. Später kamen noch das Dju Su und das Kickboxen dazu. Abgerundet wurde das Ganze durch Beschäftigung mit der chinesischen Kampfkunst. Ich bin hier Reiner Cerajewski besonders dankbar, dass er mich als Lehrer und Förderer unterstützte und mir die Chance gab, mich in den unterschiedlichsten Stilrichtungen weiterzubilden und entsprechende Qualifikationen zu erwerben. Weiterhin besitze ich die Martial Arts Association – International Zulassung als Prüfer.

Nach 45 Jahren Kampfsport / Kampfkunst habe ich gelernt, dass es nicht das „einzig wahre System“ gibt. Weiterhin sicherlich, dass die Beschäftigung mit unterschiedlichen Systemen eine Erweiterung des eigenen Horizonts bewirkt und das jedes System seine Stärken und Schwächen hat, abhängig vom Ausführenden und das ein Teil der so genannten „Mattentechniken“ im „Ernstfall“ nicht funktioniert. Selbstverständlich auch hier wieder abhängig vom Ausführenden, Situation, Rahmenbedingungen usw.

Das bewog Reiner Cerajewski und mich ein System, vielleicht besser eine Denkweise zu schaffen, in die der Kämpfer die Techniken und Kombinationen aus den unterschiedlichen Stilrichtungen nutzt, die ihm besonders liegen und das Ganze umhüllt von freien nicht abgesprochenen Angriffen. Wir haben es Allkampf genannt. Mann lernt sich hier selbst gut kennen und mitzudenken. Die Kombination verschiedener Techniken aus unterschiedlichen Stilen ist natürlich nichts Neues. Schon die alten Griechen haben es perfekt beherrscht(siehe Pankration in Wikipedia). Wir haben es mit unseren neuzeitlichen Erkenntnissen weiterentwickelt und lernen als Lehrende ständig neu dazu.

Noch einige Bemerkungen zu unserem Vereinsmanagement. Als der geschäftsführende Vorstand vor über 10 Jahren bemerkte, dass Abläufe und Strukturen gerade zu betoniert waren, mußte etwas unternommen werden. Auch da, wo Schwachstellen zu erkennen waren, war kaum eine Änderung möglich. Die liebgewordenen Trampelpfade hatten eine Tiefe erreicht, in denen die Akteure faktisch verschwunden waren. Daher entschlossen wir uns, einen systematischen, kontinuierlichen Verbesserungsprozess über alle Abläufe und Aktivitäten einzuführen und umzusetzen.

Dabei spielt die Mitgliederzufriedenheit und Einbindung der Leistungsträger in Entscheidungsprozesse eine wichtige Rolle. Der Erfolg gab dem geschäftsführenden Vorstand recht. Überwacht wird die Umsetzung des Vereinsmanagementsystems durch den TÜV Nord und LSB – NRW.

Es zeigen sich hier Gemeinsamkeiten zwischen dem modernen Vereinsmanagementsystem und dem traditionellen Kampfsport / Kampfkunst. Der lebenslange (kontinuierliche) Lernprozess im Kampfsport / Kampfkunst und der kontinuierliche (nie endende) Verbesserungsprozess im Vereinsmanagement.

Neben meinen Tätigkeiten im JJSD bin ich Präsident des Verbandes für Kampfsportarten e.V. und Vorsitzender des Stadtsportverbandes- Dinslaken. Weiterhin engagiere ich mich beim LSB – NRW.

Unsere Mitglieder

„Ich persönlich finde es wichtig Kampfsport zu erlernen, denn dadurch wächst das Selbstbewusstsein, die Disziplin und die Kameradschaft.“ – Dagmar W., Mutter